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Portrait Christa Moog ©David von Becker 2009

Friedenau: Das Nobel-Viertel

Was das für ein Nährboden ist, der Friedenau so literarisch wertvoll machte, weiß Gudrun Blankenburg. Sie hat das Buch »Friedenau – Künstlerort und Wohnidyll« geschrieben und führte gerade gestern Mittag wieder Friedenau-Fans über die Literaturmeile. Eine grüne, vom Krieg nicht so stark zerstörte Oase mit großen, bezahlbaren Wohnungen in Großstadtnähe, beschreibt sie bündig die Vorzüge des Viertels. Und natürlich gaben sich die Dichter gerade im wohnraumknappen Berlin Tipps, wo es überhaupt Wohnungen mit Platz für Bücher gibt. Dieselben einfachen Gründe nennt auch Christa Moog, die in der Fregestraße 68 das außen schmucklose, aber innen kuschelige Literaturhotel Friedenau führt. Uwe Johnson war hier einst Gast, Grass brachte Verwandtenbesuch unter, Christoph Meckel las und Christa Moog ist – na? – Aspekte-Literaturpreisträgerin.